2. Kampftag 2012

Team 1 mit historischem Sieg in Hamburg

Bericht vom 2.KT der Regionalliga Nord im Hamburger Leistungszentrum am 12.05.12  gegen den TH Eilbeck.

Die Bremer Wundertüte: Keiner hätte erwartet, dass das Bremer Judo Team in der Höhle des Löwen gewinnt. Gegen den Vizemeister 2011 und die Bundesligareserve vom Hamburger Judoteam konnten die Bremer 4:3 siegen.

Das ist schon ein historischer Sieg. Im letzten Jahr kassierten die Bremer noch eine 0:5 Niederlage. Trainer Andreas Pajer stellte das letzte Aufgebot auf, da allein 4 Kämpfer verletzt oder verhindert waren. Das war vielleicht der Schlüssel zum Erfolg, da sich kein Kämpfer auf den anderen verlassen konnte. Als erstes kämpfte Bao Ha Du bis 60 kg und begann furios. Gegen Robert Zalewski versuchte Bao einige schöne Schulterwürfe anzusetzten. Doch sein Gegner konnte alle Angriffe über den Kopf abfangen und siegte letztendlich gegen den lange erkrankten Bao mit Koshi-guruma Hüftwurf. Über 100 kg kam Martin Jäschke zu seinem ersten Regionalligaeinsatz. Gegen Damian Ivanovic konnte Jäschke noch nicht ausrichten und wurde mit Tani-otoshi zum 0:2 ausgekontert. Nun wurde der langzeitverletzte Kevin Wollborn eingesetzt. Coach  Pajer hatte ihn 12 Stunden  zuvor überredet, mal wieder Mattenluft zu schnuppern. Und das mit Erfolg. Gegen Senioren-Weltmeister Oleg Derkach  bis 100 kg konnte Wollborn wieder an alte erfolgreiche Zeiten erinnern. Der 22 Jährige kämpfte clever und siegte verdient mit 2 Schulterwürfen. Nun kam der Bremer Punktegarant bis 73 kg Artur Vartanjan. Gegen den dritten der deutschen Meisterschaft Tim Lauenroth und konnte Vartanjan mit Innensichel eine knappe Führung behaupten. Den Sieg vor Augen wurde der Bremer aber wegen „zu Boden ziehen“ bestraft und der Kampf war ausgeglichen. Anschließend riskierte Vartanjan zu viel und Lauenroth setzte erfolgreich zum Schulterwurf an. Es stand 1:3 gegen die Bremer. Bis 66 kg stand jetzt Andre Kuzyk auf der Matte. Hochmotiviert setzte er den Hamburger Rene Stang mit vielen Angriffen stark unter Druck und siegte dann nach Sangaku-Umdreher mit Haltegriff. Es keimte wieder Hoffnung auf für die Bremer. Bis 90 kg durfte Jan Vidril auf die Matte. Der 24 jährige kämpfte gegen Hamburgs international erfolgreichen und deutschen Meister Hermann Schener. Doch Vidril zeigte, dass die Bremer auch mit Judo überraschen können. Nach starkem Kampf bekam der Bremer den Hamburger immer besser in den Griff und siegte sensationell mit Sumi-Gaeshi Wurf. Die Spannung war auf dem Höhepunkt. Konnten die Bremer den großen Favouriten besiegen? Bis 81 kg kämpfte Egzon Lekaj gegen den dritten der Deutschen Meisterschaft Julien Appelt. 5 Minuten zeigten beide abwechselnd Judo vom Feinsten. Angriffe, Konter im Sekundentakt. Der nervenstarke Bremer ist einer der besten Techniker, die Bremen je hatte, und so siegte Lekaj unter dem Jubel der anfeuernden Mannschaftskameraden mit drei Wertungen durch Schulterwurf und Ura-Nage Konter. Das war der absolute Wahnsinn, sagte Trainer Pajer nach dem Kampf. Was die Jungs hier geleistet haben, ist schon einsame Klasse und das war Werbung für den Sport. Das hätte uns vorher Keiner zugetraut, doch ich glaube an die Mannschaft und das wissen sie auch. Die Regionalliga-Meisterschaft ist auch noch möglich. Beim Heimkampftag am 02.06. in der Bremer Unihalle kämpfen die Bremer gegen Osnabrück und Bundesligaabsteiger Braunschweig.

A.Pajer (05_2012)

 

4. Kampftag 2011

Bremer Judo Team schafft den 4´ten Platz in der Regionalliga

Mit einem Doppelsieg am letzten Kampftag der Regionalliga Nord in Osnabrück  konnte sich das Bremer Judo Team auf Platz 4 verbessern und bestätigte den Aufwärtstrend in Richtung Bundesliga. Die Mannschaften Osnabrücker TB und SFV Europa Braunschweig konnten mit 4:3 und 5:2 besiegt werden. 90 kg Kämpfer Jan Vidril hatte Dienst, für Ihn wurde Trainer und Vize Europameister Ü30 Markus Utzat in das Team geholt.  Tacktisch waren die Bremer wieder einmal bestens eingestellt.

Im ersten Mannschaftskampf  gegen SVF Europa Braunschweig kämpfte Artur Vartanjan bis 73 kg gegen den großen Georg Richter. Vartanjan konnte das mit Technikjudo und Kampfgeist wettmachen und ging sogar in Rückstand. Doch nach 2 Wazaari, die er mit seinen Schulterwürfen demonstrierte, führte Bremen 1:0. Im Schwergewicht kämpfte Elger Struck gegen Alexander Stehl. Struck ist augenblicklich in Bestform und siegte mit Außensichel und Handwurf. Bis 81 kg ersetzte Bremens Felix Tischler den erkrankten Egzon Lekaj. 3 kg wurden über Nacht „abgekocht“. Trotzdem überzeugte Tischler gegen Wolter und ging mit 2 Techniken in Führung. Als er dann eine Innensichel ansetzte, konterte Wolter dessen Ansatz, fiel aber auf die Seite und zog Tischler auf den Rücken. Zur Verwunderung gaben die Kampfrichter Ipponsieg für  Wolter. Nun kam der wichtige Auftritt von Markus Utzat. Er kämpfte bis 90 kg  gegen Ole Tempelhof. Mit 2 Innensichel „Uchi mata“ Würfen konnte Utzat seinen Kontrahenten auf die Matte befördern und brachte das 3:1. Bis 60 kg erreichte Ha Du Bao seinen ersten Regionalligaerfolg gegen Fucke mit Innensichel zum 4:1. Einen starken und spannenden Kampf sahen die Zuschauer bis 66 kg. Bremens Andre Kuzyk kämpfte gegen Routinier Simon Voss. Abwechselnde  Wurfansätze beider Judoka auf hohem Niveau.  Yuko und Wazaari für beide Kämpfer bevor Voss nach über 3 Min. mit seinem gefürchteten  Uchi mata siegte. Im letzen Kampf des Tages bis 100 kg schulterte der starke Bremer Volker Klöß gegen Björn Reck eindrucksvoll mit Seio nage. Endergebnis 5:2 für Bremen.

Nun stellten die Bremer um und kämpften gegen Osnabrücker TB. Nicht ohne Risiko, wie sich später herausstellte, doch 73 kg Kämpfer Niklas Beckers hatte durch seinen vorbildlichen und verlässlichen Trainingseindruck seine Nominierung verdient. Auch wenn er gegen den ehemaligen Bremer FSJ´ler Mathias König mit Gegendreher verlor. Doch dafür stimmt der Mannschaftsgeist der Bremer und Volker Klöß siegte, diesmal im Schwergewicht, gegen Jansen, wieder mit Schulterwurf zum 1:1. Bis 81 kg wurde der 69 kg leichte Vartanjan gesetzt. Diese Herausforderung gegen den starken Osnabrücker Kuczora hätte auch leicht schief gehen können. Doch Vartanjan zeigte seine wahre Stärke gegen scheinbar übermächtige Gegner.  Auch nach Rückstand und Kräfteverschleiß bäumte sich der 21 jährige immer wieder auf. Nach über 3 Min. siegte Vartanjan , nachdem er blitzschnell den Angriff Kuczoras mit sensationellem Schulterwurf beantwortete. Die Stimmung der Mannschaft war auf dem Siedepunkt. Felix Tischler, nun bis 90 kg, schaffte einen wichtigen Arbeitssieg gegen Koch zum 3:1. Doch eine knappe Niederlage von Ha Du Bao gegen Krey durch Uchi mata und eine weitere Niederlage von Andre Kuzyk gegen den starken Bockholt durch Ashi guruma bis 66 kg zeigten den Bremern die Grenzen auf. Nun lag es an 100 kg Kämpfer Elger Struck. Der 39 jährige ist mental absolut stark und in dieser Situation wurden starke Nerven gebraucht. Gegen Osnabrücks Canabley stieg Struck überraschend schnell zu seinem Spezialwurf „O soto gari“ und schepperte seinen Gegner zum umjubelten Siegpunktauf die Tatami(Matte). Das  4:3 für Bremen bedeutete mit 10:6 Punkten Platz 4, punktgleich mit dem dritten JG Sachsenwald.

Die Trainer Andreas Pajer und Markus Utzat(Sven Antonik war verhindert) waren sich Einig. Das war wieder eine tolle Saison. Mit einem kleinen Bremer Kader, ohne teure Fremdverstärkungen aus der Bundesliga, konnten die Bremer viel Hochachtung der gegnerischen Mannschaften ernten. Wenn alle Kämpfer gesund wären und arbeitsfrei hätten, ständen wir jetzt garantiert ganz oben. Doch das wäre noch zu früh für die Bremer, die jetzt die Zukunft planen. Mit einem besseren Gerüst, finanziell und sportlich und dazu noch tatkräftige Helfer aus dem Bremer Judoverband und weiterhin die gute Zusammenarbeit aller Vereine,  kann nächstes Jahr ein großer Schritt in Richtung Bundesliga gemacht werden.

Andreas Pajer
Bremer Judo Team

 

3. Kampftag 2011

Sieg und Niederlage im Spitzenkampf der Regionalliga Nord

Bericht über den 3. Kampftag der Regionalliga in Hamburg am 27.08.2011

 

Wieder einmal reiste kein komplettes  Bremer  Judo Team nach Hamburg, um gegen Bramfelder SV und Schwarzenbek/Eilbeck  den Anschluss zur Tabellenspitze zu erkämpfen. Arbeitseinsätze von Mannschaftsstützen Elger Struck, Tobias Jess(beide bis 100 kg)  und Felix Tischler (81/90 kg) verhinderten den für möglich gehaltenen Doppelerfolg. Hinzu kam noch, dass der Bundesligaerfahrene Leichtgewichtler Andre Kuzyk durch seine Ausbildung stark im Training eingeschränkt ist und sein Gewichtslimit bis 60 kg nicht mehr erreichte. Teamcoach Andreas Pajer musste also das Beste aus der Mannschaft herausholen.

Im ersten Mannschaftskampf gegen Bramfelder SV erkämpfte Volker Klöß bis 100 kg das erste Unentschieden gegen  Altmeister Andreas von Rekowski. Die Führung per Schulterwurf konnte Rekowski mit Aussensichel ausgleichen. Den ersten Punkt konnte dann Bremens  Egzon Lekaj bis 81 kg holen. Gegen seinen Bodenangriff und Hebel-Umdreher mit Haltegriff konnte sich  Korbjeweit nicht mehr befreien. In der 60 kg Klasse sollte sich nun Bao Ha Du beweisen. Doch trotz ein paar schönen Angriffen konnte er sich nicht gegen Ulrich Dietze durchsetzten und verlor mit Harai Goshi Hüftwurf. Bis 90 kg hatte Jan Vidril sein erstes und wichtiges Erfolgserlebnis in der Bremer Mannschaft. Sein Ausheber Te guruma nach Angriff auf den Rücken von Bramfelds Jan Zeuke brachte Ippon und 2:1 Führung der Bremer. Artur Vartanjan wurde nun bis 73 kg anstatt bis 66 kg eingesetzt. Er war noch leicht erkältet und erreichte gegen Grimme ebenfalls ein gerechtes Unentschieden. Nun kam der Entscheidungskampf von Andre Kuzyk bis 66 kg. Nach stürmischen Angriffen konnte Kuzyk mit seinen Überkopfwürfen Wertung für Wertung sammeln. Doch der Kampf hinterließ Spuren. Sein Gegner Tim Hansen hielt bis zuletzt dagegen, sodass Kuzyk erst kurz vor Ende der Wettkampfzeit seinen Gegner werfen konnte und entkräftet  die Matte verließ. Der Sieg war perfekt, da im Schwergewicht der 73 kg Kämpfer Hannes Schweser gegen den superstarken Frank Christiner(110 kg) eingesetzt wurde. Hier verzichteten die Bremer auf ein Kampf bis zum umfallen uns schenkten den Sieg den Bramfeldern durch Wurf, um keine Verletzung zu riskieren. Endergebnis 3:2 für das Bremer Judo Team.

Im anschließenden Kampf gewann Schwarzenbek/Eilbeck gegen Bramfeld eindrucksvoll 6:1.

Konnten die Bremer im letzten Mannschaftskampf den Schwarzenbek/Eilbeckern wieder ein 3:3 wie im letzten Jahr abkämpfen?

In dieser  Mannschaft kämpft die komplette Bundesligareserve des Hamburger Judo Teams. Europa-Cup erfahren, Deutsche Meister der Jugend und Männer der letzten Jahre. Im ersten Kampf mussten die Bremer den Schwergewichtsersatzkämpfer Hannes Schweser „opfern“. Der 50 jährige ist für sein Alter topfit, hat Kampferfahrung und ist wahnsinnig Mannschaftsdienlich. Doch gegen Amir Dokaev bis 100 kg war kein Sieg möglich. Egzon Lekaj überließ bis 81 kg den starken Hermann Schener den Sieg. Das junge Talent konnte Lekaj sogar mit Aussensichel werfen und dass ist schon eine Kunst. Bao Ha Du hatte im Leichtgewicht wenigsten die Chance, ein bisschen Bundesligaluft zu schnuppern. Sein Gegner Babak Banaij zeigt dort schon seit Jahren großes Judo. Doch zu übermächtig war Banaij. Bis 90 kg versuchte nun Jan Vidril seine Chance. Das machte er auch sehr gut gegen Kay Grapentin(Bundesligakämpfer für Budokan Lübeck). Doch nach knapp vier Minuten lief Vidril genau in die Wurfrichtung von Grapentin in seine Aussensichel. Es stand schon 4:0. Bis 73 kg sollte der angeschlagene Artur Vartanjan das Blatt zu wenden. Er versuchte es  jedenfalls gegen Nordmeister Tim Lauenroth. Nach anfänglicher Führung durch Schulterwurf, glich Lauenroth wieder aus. Vartanjans Innensichel wurde leider nicht bewertet, ganz zum Unmut der Bremer. Der Kampf endete Unentschieden. Bis 66 kg konnte Andre Kuzyk gerade wieder zum Kampf aufgestellt werden. Doch gegen den deutschen U20 Meister Willi Wittermann war an eine richtige Gegenwehr von Kuzyk nicht zu denken. Mit Innenschenkelwurf siegte Wittermann. Im letzten Kampf des Tages im Schwergewicht holte Klöß gegen den 35 kg schwereren Thomas Freese noch ein großartiges Unentschieden. Endstand 5:0. Mehr  war heute nicht drin, resümierten Trainer Pajer und Utzat nach dem Kampf. Der Unterschied war heute zu deutlich, zwei Punkte hätten wir aber verdient gehabt. So hoffen wir am letzten Kampftag gegen SV Europa  Braunschweig und gegen Osnabrücker TB noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, um mit einer kompletten Mannschaft zu siegen. Der junge Judoka Niklas Beckers wurde bis 73 kg diesmal nicht eingesetzt. Ihm gehört aber eindeutig die Zukunft, wenn er sich weiterhin  so gut für die Mannschaft einfügt

Andreas Pajer
Bremer Judo Team

 

2. Kampftag 2011

Regionalliga Kampftag in Bremen am 18.06.2011

Bremer Judo Team siegt mit starker Leistung gegen die Konkurrenz der Liga.

Regionalliga in Bremen ist das Highlight im Judojahr 2011. Das Bremer Judo Team zeigte eine außergewöhnliche Leistung und besiegte den Büchener-Siebeneichener SV mit 5:2 und den TSV Tarp knapp aber verdient mit 4:3. Somit glichen die Bremer die beiden knappen 3:4 Niederlagen vom ersten Kampftag gegen Kronshagen und Sachsenwald wieder aus. Ausschlaggebend war der Auftritt von Andre Kuzyk, der 5 kg für seinen ersten Teameinsatz bis 60 kg „abkochte“ und zwei Siege beisteuerte. Am ersten Kampftag bekam Kuzyk  kein Dienstfrei und die Mannschaft konnte diesen Verlust nicht ausgleichen. Bao Ha Du ist noch im Aufbautraining. Aber auch der Rest der Mannschaft  zeigte wie im letzten Jahr wieder großes Judo in Bremen. Elger Struck war der einzige Ausfall, weil der Kämpfer in der zweiten Bundesliga eingesetzt wurde. Dieser Kampftag wurde parallel zur 2´ten Buli angesetzt.

Im ersten Kampf des Tages siegten die Büchener-Siebeneichener gegen TSV Tarp mit 4:3.

Gegen die Büchener-Siebeneichener SV wurde erstmalig der Rostocker Felix Tischler für Bremen eingesetzt. Der 82 kg Kämpfer vertrat Struck und siegte bis 100 kg nach überlegenem  Kampf gegen Ben Malwig. Artur Vartanjan zeigte bis 66 kg den  ca. 100 Zuschauern diverse Techniken aus seinem Repertoire bis er Mirko Zemva mit Schulterwurf besiegte. Youngster Niklas Beckers zeigte bis 73 kg eine kämpferische starke Vorstellung gegen Christopher Nomigkeit , doch verlor er mit drei kleinen Wertungen. Beckers Chancen liegen eindeutig in der Zukunft. Im Schwergewicht wurde nun Volker Klöß eingesetzt. Klöß wurde zuvor von BJV Ehrenmitglied Kurt Schuster mit der bronzenen Ehrennadel der Bremer Judo Verbandes für seine großen Erfolge in letzter Zeit geehrt. Doch sein Gegner Sergej Kasper wiegt mit 148 kg ca. 53 kg mehr als Klöß. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, wie der Bremer seinen Gegner beherrschte und immer wieder angriff. Nach 3 Minuten zeigte Klöß sein Können, wie er diesen mächtigen Gegner mit Schulterwurf auf die Matte beförderte. Bis 90 kg stand nun Jan Vidril erstmals für Bremen auf der Matte. Der  22 jährige Polizist ist besonders Trainingsstark und begann gut. In Führung liegend durch Seitenkippe konnte Vidril leider seine Leistungen gegen Hannes Schneider nicht umsetzten und verlor durch Konterwurf. Beim Stande von 3:2 kam jetzt der von Allen erwartete Auftritt von Andre Kuzyk bis 60 kg. Sein Gegner Patrick Pederzani gewann vor einer Woche noch den internationalen HT16 –Cup in Hamburg. Doch Kuzyk zeigte sofort, warum er so wertvoll ist. Die Bundesliga-Erfahrung aus Braunschweiger Zeiten merkten alle Beteiligten. Er hob mit einem Feuerwerk seiner Wurfansätzen das Publikum von den Sitzen. Nach knapp einer Minute siegte der Bremer unter dem Jubel der Mannschaft mit zwei Körper  und Schulterwürfen. Der vierte Punkt stand fest und der erste Sieg der Regionalliga war perfekt. Im letzten Kampf bis 81 kg konnte Egzon Lekaj ebenfalls überzeugen. Lekaj besiegte seinen anfangs starken Gegner Borris Jahns mit Überkopfwurf und Armhebel . Endstand 5:2 für Bremen(Unterbewertung 45:15).

Im letzten Mannschaftskampf des Tages gegen TSV Tarp verlor Felix Tischler knapp und fraglich nach  5 Min. durch kleine Strafe gegen Kloth.   Vartanjan siegte mit zwei Schulterwürfen eindrucksvoll gegen Lehmann. Bis 73 kg wurde jetzt der Bremer Hannes Schweser eingesetzt. Doch gegen Tobias von Hof hatte Schweser keine Möglichkeit seinen Griff zu bekommen und verlor mit Konter. Wieder war es Volker Klöß, der jetzt“ nur „136 kg Schwergewicht Muxfeld bewegen musste. Nach 2 Minuten bewegtem Kampf, hatte  der Bremer Bremer ihn weichgekocht und siegte wieder mit einem schönen Schulterwurf. Es stand 2.2. Doch Jan Vidril zeigte bis 90 kg in seinem zweiten Kampf Nerven. Er verlor gegen Hanno Horn durch Konterwurf. Die Tarper gingen also wieder in Führung. Aber Andre Kuzyk machte kurzen Prozess mit Constantin Alt.  Mit einem blitzsauberen Kata Guruma hob er seinen Gegner in die Lüfte und beförderte ihn zu Boden zum 3:3 Ausgleich. Egzon Lekaj begann bis 81 kg absolut Nervenstark und voll konzentriert den Entscheidungskampf. Gegen Nicolas Barner siegte Lekaj mit seinem Spezial-Überkopfwurf Tomeo nage zum 4:3 Siegpunkt des Bremer Judo Teams. (Unterbewertung 40:25).

Die Bremer zeigten mit dem kleinen Kader der Mannschaft absolute Regionalliga Oberklasse. Trainer Andreas Pajer war mit seinen Kollegen Sven Antonik und Sascha Steudel (Markus Utzat war zur gleichen Zeit auf der Judo WM dritter geworden) absolut zufrieden. Jetzt gilt es für die Zukunft das Team weiter zu stärken, damit in den nächsten zwei Kampftagen im Monat August und September die Mannschaft  den Angriff in Richtung Regionalligaspitze starten kann.

 

1. Kampftag 2011

Regionalliga Kampftag in Kronshagen am 14.05.2011

Das Bremer Judo Team startete stark ersatzgeschwächt in den ersten Kampftag. 60 kg Ass Andre Kuzyk hatte kein Dienstfrei bekommen, 100 kg Kämpfer Tobias Jess musste arbeiten und 90 kg Kämpfer Jan Vidril und Kevin Wollborn waren verletzt. Trotzdem verkauften sich die Bremer sehr gut und unterlagen dem letztjährigen Meister Kronshagen und Sachsenwald jeweils knapp mit 3:4. Andreas Burgmann wurde extra aus Stuttgart geholt und Bao Ha Du wurde verletzt auf die Matte gestellt, da sonst kein Kämpfer mehr zur Verfügung stand.

Im ersten Kampf des Tages standen die Bremer gegen JG Sachsenwald auf der Matte. Bis 100 kg konnte Volker Klöß trotz Überlegenheit keine Wertung erzielen und verlor durch Innensichel nach einer kleinen Unachtsamkeit. Doch anschließend konnte Elger Struck im Schwergewicht mit schöner Außensichel ausgleichen. Artur Vartanjan beherrschte seinen Gegner bis 66 kg nach Belieben und siegte eindrucksvoll   mit Körperwurf. Nun kam der Auftritt vom 73 kg Kämpfer Hannes Schweser. Der 50 jährige wurde von Trainer Pajer eigens für die Liga nachnominiert, da der Landsmeister Andy Aluwhalia mit Schulterverletzung die ganze Saison ausfallen wird. Schweser zeigte dabei über 4 Minuten großes Judo mit vielen guten Ansätzen. Doch konnte er gegen den starken Gegner keinen Vorteil erzielen und verlor  erst, als seine Kräfte schwanden. Bis 81 kg setzte jetzt Bremens Egzon Lekaj gegen Bundesligakämpfer Daniel Lenk seinen starken Yoko tomeo nage ein und bekam 4 Yuko Wertungen! Alle Angriffsversuche Lenks scheiterten an den bestens aufgelegten Lekai. Eindrucksvoller Sieg und 3:2 für Bremen. Bis 90 kg musste Andreas Burgmann ebenfalls gegen Bundesliga- und deutscher Spitzenkämpfer Daniel Falk auf die Matte. Anfangs sah es noch sehr gut aus, aber Falks enorme Kampfkraft waren zu viel für Burgmann. Es stand 3:3. Da jetzt die 60 kg-Klasse die Entscheidung brachte und Bao Ha Du mit Sehnenriss im Finger nicht kämpfen konnte, siegten die Sachsenwalder glücklich mit 4.3.

Kronshagen besiegte danach die Sachsenwalder ebenfalls mit 4.3.

Im letzten Kampf des Tages wollte das Bremer Judo Team noch einmal Stärke beweisen. Doch Elger Struck scheiterte jetzt gegen den starken Issa Saroit mit Konter. Doch jetzt wiederum begannen die Bremer zu kämpfen. Volker Klöß, jetzt im Schwergewicht, kämpfte sensationell gegen den Regionalligaspitzenkämpfer Jaroslaw Pozdzik. Gefürchtet von Vielen durch seine starken Umdreher. Klöß konnte sich aber befreien und siegte mit Schulterwurf. Artur Vartanjan siegte dominant mit Schulterwurf gegen Dawkins und konnte die 2:1 Führung herausholen. Nun wurde bis 73 kg der 17 jährige Niklas Beckers eingesetzt. Noch nie kämpfte er in einer Mannschaft. Mit großem Kampfgeist und harten Angriffen gegen Jan Schmäh, immerhin schon deutscher Meister gewesen, setzte Beckers seine Gegner vor großen Schwierigkeiten. Viele gute Ansätze musste Schmäh aushalten, um dann doch die entscheidende Siegertechnik kurz vor Ende der Kampfzeit zu erzielen. Trotzdem großes Lob für das Bremer Talent. Im anschließenden Kampf konnte Egzon Lekai wieder die Führung heraus holen. Gegen Thilo Pellnath siegte Lekai nach sehr gutem Kampf mit einem überraschenden Schulterwurf. Doch Andreas Burgmann konnte an diesem Tag nicht den Siegpunkt erreichen. Er wurde von Dirk Onur abgewürgt. Es stand wieder 3:3. Der verletzte Bao Ha Du stand im letzten Kampf auf der Matte und sollte eigentlich abdanken und aufgeben. Doch der Ehrgeiz in ihm war so groß, dass Bao seinen Kampf begann. Sein Gegner war Norddeutscher Meister und deutscher Vizemeister Dennis Derkowski. Nach einigen schönen Angriffen konnte Bao aber keine Gegenwehr mit einem Arm mehr leisten und verlor wiederum zum unglücklichem 3:4.

Das Fazit von den Trainern Utzat und Pajer lautete gleich: Mit großer Moral gekämpft, mit super Techniken Punkte gemacht und mit verletzten und fehlenden Kämpfern unglücklich verloren. Aber da müssen wir Bremer durch. Unser Bremer Team besteht aus fast nur aus  Eigengewächsen und wir verstärken uns nicht mit teuer erkauften Bundesligakämpfern. Das macht uns stolz und wir versuchen wieder, dass Team zu motivieren. Vielleicht haben wir mal alle Kämpfer zusammen und gesund, dann können wir auch oben mitmischen und die Bundesliga in Angriff nehmen. Der nächste Kampftag am 18.06. in Bremen wird es vielleicht zeigen.

 

Das Video vom Kampftag

Andreas Pajer
Bremer Judo Team
 
4. Kampftag

Das Bremer Judoteam beendet die erste  Regionalligasaison mit Platz 5

Vierter und letzter Kampftag der dritthöchsten Judo-Liga fand für die Bremer in Kronshagen statt. Gegner waren der TSV Kronshagen und Büchen-Siebeneichener SV. Bei den Bremern fielen leider die Kämpfer Oliver Prenzel und Elger Struck aufgrund privater und beruflicher Einsätze aus. So mussten die Bremer den jungen Marcel Burwiek(18 Jahre) bis 73 kg und Trainer Marcus Utzat (40 Jahre) als Ersatz einsetzen. Die Vorzeichen standen also nicht optimal für die Bremer. Es musste also wieder einmal jeder Kämpfer über sich hinauswachsen, um einen Punkt zu holen.

Gegen Büchen sollte Fabian Conrad bis 60 kg endlich seinen ersten Erfolg verbuchen. Gegen den starken Patrick Pederzani konnte Conrad endlich sein Können zeigen. Mit zwei schönen Außensicheln gingen die Bremer in Führung. Jetzt stand Marcel Burwiek vor seinem Regionalligadebüt. Bis 73 kg gegen Boris Jahns hatte er gut mitgekämpft. Im Bodenkampf wurde Burwiek allerdings schnell abgewürgt. Sieg für Büchen. Bis 100 kg zeigte Volker Klöß wieder einmal eine gute Leistung. Doch gegen Tim Güntner konnte er den entscheidenden Punkt nicht machen. Der Kampf endete Unentschieden. Bis 66 kg musste nun Artur Vartanjan gegen den unangenehmen Florian Knies etliche Angriffe abwehren um dann doch überlegen und eindrucksvoll mit tollem Schulterwurf zu siegen. Marcus Utzat, vor 8 Tagen noch auf Senioren WM in Budapest kämpfend, opferte sich mit seinen 90 kg gegen den fast 40 kg schwereren Sergej Kasper aus Büchen. Gegen den Griff des 2 Meter Kämpfers konnte Utzat trotz mutiger Angriffe nichts ausrichten und wurde mit vollem Wurf ausgepunktet. Jetzt durfte Bremens starker 81 kg Kämpfer Egzon Lekaj zeigen, warum er zu den stärksten der Liga gehört. Innerhalb wenigen Sekunden konnte Lekaj gegen Christian Klöpper einen schönen Überkopfwurf zur 3:2 Führung der Bremer ansetzten. Im letzten Kampf sollte nun Kevin Wollborn bis 90 kg den Sieg perfekt machen. Leider erwischte Wollborn einen schlechten Auftakt gegen Hannes Schneider. Er konnte nicht wie gewohnt agieren und verlor sogar noch mit Fußfeger zum 3:3 Endstand. Also endete der Mannschaftskampf unentschieden.

Gegen Kronshagen wollten die Bremer gegen den Meister noch einmal die kleine Chance nutzen. Es wurde umgestellt. Fabian Conrad zeigte gegen Dennis Derkowski im Standkampf gute Leistung, aber im Bodenkampf verlor er mit Haltegriff. Marcel Burwiek durfte wieder einmal nur Erfahrung sammeln. Er unterlag dem kräftigen 73 kg Kämpfer Alexander Welzk mit Außensichel. Nun kämpfte Wollborn bis 100 kg. Gegen Chris Sülau zeigte Wollborn eine verbesserte Leistung. Seine Ansätze und Angriffe waren gut, doch die Kampfrichter bewerteten einen Kniefall von Wollborn als Wertung für Sülau. So endete der Kampf, sehr zum Unwillen der Bremer unentschieden. Den ersten Punkt für die Bremer konnte endlich Artur Vartanjan einfahren. Gegen Timo Gutsche siegte Bremens Bester mit hoher Wertung für Schulterwurf. Alle Chancen waren noch da. Im Schwergewicht zeigte jetzt Volker Klöß einen super Kampf gegen den Senioren-Weltmeister Jarek Pozdzik. Alle Angriffe und Aktivitäten des Bremers wurden nicht bewertet, so reichte ein Ansatz des polnischen Spitzenkämpfers zum Sieg der Kronshagener. Ein Unentschieden wäre gerechter. Aber auch im nächsten Kampf bis 81 kg versuchte Egzon Lekaj noch einmal all sein Können zu zeigen. Gegen Julian Dawkins war er trotz Kopfstoßes immer aktiver. Viele Ansätze blieben unbewertet. Leider waren die Bremer nicht auf der Sonnenseite der Kampfrichter(so Marcus Utzat) und so endete der Kampf wieder unentschieden. Der Punkt war nicht mehr zu holen und so verzichtete im letzten Kampf Trainer Marcus Utzat gegen den stärksten Kronshagener Issa Sarroit bis 90 kg auf den Kampf. Es hieß 4:1 für den neuen Meister Kronshagen. Aber die Bremer konnten hohen Hauptes die Matte verlassen, denn es hätte noch einmal sehr knapp werden können und die Leistung war schon sehr gut im ersten Regionalligajahr. Das Konzept der Bremer mit dem erreichten 5´ten Platz mit 8:8 Punkten ist großartig, so Trainer Pajer. Wir haben keine Kämpfer dazu gekauft, trainieren in Bremen zusammen und der Teamgeist wird immer besser. Das Alter der Kämpfer liegt im Durchschnitt bei 22 Jahren. Nun müssen wir uns verstärken mit Bremer Kämpfern aus der Gegend. Da ist in der nächsten Zeit noch einiges möglich, zumal die Bremer voll mit Bremer Firmen und Familienunternehmen planen, so wie es erfolgreiche Mannschaften bis in die Bundesliga vorgemacht haben.

Andreas Pajer

 

3. Kampftag

Das Bremer Judoteam stand kurz vor der großen Sensation

Strahlende Sonne leitete gestern den Kampftag der Regionalliga Nord in Bremen Horn-Lehe ein. Die Judo-Teams aus JG Uelzen, TSV Schwarzenbek und Judoteam-Bremen sollten sich begegnen. Routinierte Männer bereiteten sich auf diesen Kampftag lange vor und dem Einen oder Anderen konnte man doch einen Hauch von Nervosität ansehen. Die Sporthalle in der Berckstraße füllte sich immer weiter und die Unterstützung des Publikums schien jederzeit präsent. Es begann der erste Mannschaftskampf Schwarzenbeck gegen Uelzen. Trotz des eindrucksvollen 7:0 Ergebnisses Schwarzenbecks konnte auch das Uelzener Judoteam einige starke Kampfhandlungen vorweisen. Von Fußfegern bis Opferwürfen über Hebel und Würger war alles dabei - die Verbissenheit der Kämpfe ließ sich auch als Zuschauer fühlen.

Nun ging es endlich los, das Bremer Team trat gegen das Team aus Uelzen an. An der Seite des Bremer Judoteams standen als Coaches Andreas Pajer und Marcus Utzat, beide deutsche Meister ihrer Gewichtsklasse der Ü30 und Sven Antonik. Das Bremer Team war erstmalig vollzählig. Bis 100 kg startete Elger Struck gegen Jan-Remy Vidril furios. Den Sieg vorzeitig vor Augen konnte Vidril geschickt die Bewegung von Struck kontern siegte überraschend. Im zweiten Kampf bis 81 kg kämpfte Egzon Lekaj gegen Thilo Pellnath. Lekaj zeigte seine außerordentlichen körperlichen Fähigkeiten und siegte mit einem Feuer von verschiedenen Techniken. Bis 73 kg stand nun der routinierte Oliver Prenzel auf der Matte. Gegen Aaron Kraska siegte Prenzel mit tollem Überkopfwurf. Bis 90 kg hatte es Bremens Kevin Wollborn mit Krollpfeiffer zu tun. Wollborn  begann stark und lag mit Wurfansatz in Führung. Mit letzter Kraft siegte der Bremer 25 sek. vor Schluss mit Aussensichel. Erstmalig am Start bis 60 kg konnte Fabian Conrad antreten. Seine Angriffe gegen Krüger waren leider nicht konsequent genug. Es stand nur noch 3:2. Doch jetzt war es die Zeit für Artur Vartanjan bis 66 kg. Er drehte auf und beherrschte seinen Gegner Ralf Karsten nach belieben und siegte eindrucksvoll  mit Hüftwurf. Der Mannschaftssieg der Bremer war perfekt. Im abschießenden Kampf über 100 kg konnte der starke Volker Klöß noch ein Unentschieden gegen den passiven Jörg Nolting verbuchen. Zum verdienten Sieg hatten die Kampfricher etwas dagegen. Endstand 4:2 für das Bremer Judoteam.


Als diese Begegnung siegreich überstanden war, galt es nun, die Position des Schwarzenbeker Teams strittig zu machen. Der Regionalligameister 2009 startete mit 5 gemeldeten Bundesligakämpfern!! Schon im ersten Kampf zeigte sich, der Ehrgeiz der Bremer. Jetzt wurde Klöß bis 100 kg eingesetzt. Der Kampf gegen Juri Safarian gestaltete sich als äußerst spannend, zwei Wertungen von Klöß durch Schulterwurf konnte Safarian 5 Sek. vor Schluss ausgleichen, so endete diese Begegnung mit einem Unentschieden. Bis 81 kg ein weiteres Highlight. Egzon Lekaj kämpfte gegen Alexander Hampfe. Er war vor 10 Jahren eines der größte Talente Bremens. Pajer trainierte ihn selber eine Zeit. Er kam aber aus Buchholz und sah in Hamburg eine bessere Perspektive. Hampfe erreichte unter anderem einen zweiten Platz beim Bremen Masters. Lekaj zeigte einen grandiosen Kampf und begeisterte die Zuschauer. Doch eine kleine Wertung reichte Hampfe zum Sieg. Bis 73 kg konnte Oliver Prenzel gegen das große Hamburger Talent Paul Korbmacher nach 2 Min. mit einem sehenswerten Konter und Handwurf zum zweiten Tagessieg jubeln. Die Stimmung in der Halle stieg. Was war noch möglich? Bis 90 kg kämpfte jetzt Stass Pecenenko für Bremen gegen den 3 maligen deutschen Meister, Vizeeuropameister und dritter der WM der Jugend Max Münsterberg. Alle Versuche von Pacenenko waren Vergebens und Münsterberg beendete diesen Kampf mit seiner gefürchteten Aussensichel. Bis 60 kg verlor Fabian Conrad nach guten Kampf gegen Deutschlands drittbesten Leichtgewichtler der U20 im Bodenkampf. Es stand 3:1 für Schwarzenbeck. Das Niveau der Bremer war aber auf obersten Stufe. So war es wieder einmal bis 66 kg Artur Vartanjan, der seinem Gegner nicht einen Hauch einer Chance ließ. Vartanjan siegte  mit Überkopfwurf. Nun war ein Unentschieden in Reichweite. Elger Struck brachte das Kunststück fertig. Er siegte im Schwergewicht unter großem Jubel der Bremer mit zwei extrem guten Außenwürfen gegen den 20 kg schwereren und starken Evgeny Feimann zum 3:3 Unentschieden. In der Unterbewertung war das Bremer Judoteam dem Schwarzenbeker Team sogar überlegen, doch nach den Ligaregeln zählen nur die gewonnenen und verlorenen Begegnungen. Das Kompliment vom Schwarzenbecks Trainer Maik Caro und dem Teammanager Thomas Schynol an diese spitzenmäßige Vorstellung des Bremer Teams blieb nicht lange auf sich warten. Das Bremer Team zeigte großes Judo in Bremen. Das Bremer Modell zeigt erste Früchte und die Trainer ergänzen sich zum starken Team. Erstmalig stehen die Bremer auf Platz 4 der Tabelle. Letzter Kampftag am 05.06.10 in Kronshagen.

Andreas Pajer und Nils Leibing
Bremer Judoteam

 

2. Kampftag

Regionalligakampftag in Tarp vom Bremer Judoteam am 01.05.2010

Das Bremer Judoteam musste am zweiten Kampftag in den hohen Norden nach Tarp anreisen. Leider konnte 60 kg Kämpfer Fabian Conrad aus familiären Gründen nicht dabei sein. Daniel Selling musste bis morgens bis 07.00 Uhr arbeiten und fiel ebenso aus wie Elger Struck. Der Polizist sorgte am 01.Mai für Ordnung in Rostock und bekam kein frei. Aus dieser Situation konnten die Bremer allerdings das beste machen. Im ersten Kampf gegen Brahmfelder SV unterlagen sie noch knapp 3:4, doch gegen TSV Tarp wuchsen die Bremer über sich hinaus und konnten aufgrund sehr starker Leistung mit 5:2 gewinnen und den fünften Tabellenplatz behaupten.

Der erste Kampf gegen Brahmfeld, die sich mit vielen Bundesligakämpfern aus Babelsberg verstärkten, war auch der erste Kampf bis 73 kg von Bremens langjährig erfolgreichen Judoka Oliver Prenzel in diesem Jahr. Die neuen Kampfregeln konnte Prenzel leider noch nicht in sein Kampfstil umsetzten und wurde verwarnt. Alle Angriffsversuche führten nicht zum Erfolg und er verlor letztendlich mit Fußfeger. Bis 100 kg durfte Andreas Burgmann auf die Matte. Sichtlich geschwächt durch Fieber und Grippe über die Woche konnte er den Kampf gegen den Bundesligakämpfer der Brahmfelder  nicht wie gewohnt agieren. Burgmann verlor durch Inaktivität, da er auch am ende seiner Kräfte war. Bis 90 kg  startete Kevin Wollborn furios in den Kampf. Dieser harte Kampf konnte Wollborn mit zwei Schulterwürfen vorzeitig gewinnen. Jetzt kam der Auftritt von Artur Vartanjan bis 66 kg. Über 8 kg! kochte der Judoka innerhalb von 3 Wochen ab, um in seiner passenden Gewichtsklasse den Sieg nach starkem Kampf und schönem Schulterwurf vorzeitig zu beenden. Es stand 2:2. Bis 60 kg verloren die Bremer kampflos. Über 100 kg kämpfte Volker Klöß mit seinen 92 kg gegen einen leichten und schnellen Brahmfelder. Alle Angriffsversuche von Klöß scheiterten, obwohl er aktiver war. Doch eine unglückliche Konterbewegung des Gegners brachte den Hamburgern den 4.ten Siegespunkt. Da konnte bis 81 kg auch der technisch beste Kämpfer Egzon Lekaj den Bremern nur noch den 3 Punkt erkämpfen. Er siegte mit zwei schönen Tomeo-Nage Überkopfwürfen.

Enttäuscht von der knappen Niederlage, trotz großer kämpferischen Leistung, riefen die beiden Bremer  Judoteam-Trainer Sven Antonik und Andreas Pajer(der Dritte Marcus Utzat befand sich mit dem Judonachwuchs in Hannover) zum Angriff auf . Wenn jeder an seine Grenzen geht, hat das Team gegen Tarp eine Chance. Doch nur 9 Kämpfer inkl. Trainer Pajer standen zur Verfügung gegenüber 25 Tarp Kämpfern.

Gegen Tarp bekam Prenzel wiederum das Vertrauen vor dem jungen Bremer Talent Marcel Burwiek, der seine Chance noch bekommen wird. Prenzel gewann gegen den alten Bekannten Tobias von Hof mit Konter und Haltegriff. Kevin Wollborn, noch nicht in konditioneller Bestverfassung, überzeugte mit Kampfkraft und zwei schönen Uchi-Mata Kontern zum zweiten Punkt. Bis 100 kg kämpfte jetzt Stass Pacenenko gegen den Tarper Jan Okur. Alle Angriffsversuche des Bremers wurden von Okur vereitelt und ein Konter reichte zu Sieg des Tarpers. Wiederum bis 60 kg ging der Punkt kampflos an den Gegner, so dass Artur Vartanjan gegen Lars Sporalski mit hartem Kampf, unbändigem Willen und zwei Schulterwürfen den 3:2 Vorsprung herauskämpfte. Jetzt lag es an Volker Klöß im Schwergewicht den Sieg klar zu machen. Doch Tarp stellte den  Bundesligaerfahrenen Andre Zubke auf. Sensationell überraschte Klöß seinen Gegner. Sehr aktiv ließ Klöß seinen Gegner nicht zur Entfaltung kommen und setzte zwei wunderschöne Schulterwürfe zum großen Jubel der Bremer an. Es hieß 4.2 und Sieg für Bremen. Im letzten Kampf glänzte Lekaj nochmals nach starkem Kampf gegen Sartisan mit Konter und Yoko-Tomeo-nage Spezial-Überkopfwurf. Das 5:2 war ein ganz starker Auftritt des “reinen” Bremer Judoteams und verspricht viel Spannung auf den großen Heimkampftag gegen Schwarzenbeck und JG Uelzen am 22.05.10 in Bremen in der Berckstrasse in Horn.

Andreas Pajer
Bremer Judoteam

 

1. Kampftag 2010

Regionalligakampftag in Braunschweig vom Bremer Judoteam am 20.03.2010

Am Wochenende starteten die Bremer erstmalig als Bremer Judoteam in der Regionalliga Nord. Gegner waren SSV Europa Braunschweig und JG Sachsenwald Hamburg. Trainer Markus Utzat, Sven Antonik und Andreas Pajer bereiteten die Kämpfer gemeinsam auf die Liga vor.

Erster Kampf gegen JG Sachsenwald: Die Bremer konnten leider bis 60 kg keinen Kämpfer stellen, da Fabian Conrad verhindert war. So starteten die Bremer mit einem Minuspunkt. Bis 81 kg konnte sich Egzon Lekaj nach schwachem Beginn immer weiter steigern. Doch zum Sieg reichte es nicht mehr. Danach stand Daniel Selling bis 100 kg gegen Hamburgs Bundesligakämpfer Daniel Falk auf verlorenen Posten. Im Bodenkampf wurde Selling abgewürgt. 3:0 für Hamburg, doch nun wendete sich der Kampf. Im Schwergewicht konnte Volker Klöss mit starker kämpferischer Leistung überzeugen. Letztendlich konnte er mit schönen Ansätzen und Schulterwurf den Gegner Behnke besiegen. Artur Vartanjan kämpfte bis 73 kg gegen Krause nach anfänglichem Rückstand groß auf und konnte ebenfalls siegen. Nun lag es an Kevin Wollborn bis 90 kg. Mit konzentrierter Leistung führte er seinen Gegner Ben Böhm immer wieder in Bedrängnis. Mit toller Moral zwang er seinen Gegner in Bodenkampf und siegte mit Haltegriff. Das bedeutete der Siegespunkt, da Trainer Pajer bis 66 kg kampflos den 4 Punkt zugesprochen kam. Erstes Erfolgerlebnis der Bremer nach langjähriger Regionalligaabstinenz.

Im zweiten Kampf des Tages ging es gegen Braunschweig. Jetzt zeigte sich Egzon Lekaj bis 81 kg besser. Es konnte Benjamin Hillmann letztendlich eindrucksvoll besiegen. Volker Klöss hatte bis 100 kg ebenfalls den Sieg schon vor Augen. Körperlich stark präsentierte er sich und musste kurz vor Schluss trotz Überlegenheit eine kleine Strafe hinnehmen, die die Niederlage bedeutete . Jetzt sollte es ein kleines Wunder geben, denn über 100 kg kämpfte für Bremen der starke Elger Struck. Doch gegen den Weltmeisterschaftsdritten der U20 Andre Breitbarth war kein Kraut gewachsen. Er donnerte Struck mit Außensichel auf die Matte. Es stand 3:1 für Europa. Wiederum Artur Vartanjan konnte Stefan Wolters mit verschiedenen Techniken und einem Schulterwurf bezwingen. Der Anschluss war wieder hergestellt. Nun lag es an dem 19 jährigen Kevin Wollborn. Mit anfänglichem Respekt gegen den erfolgreichen, mehrfachen deutschen Hochschulmeiser und Bundesligakämpfer Rene Walter war es noch ein bischen früh. Wollborn konnte Walter dennoch bis zur letzten Sekunde immer wieder in Bedrängnis bringen. Es roch  nach einer großen Überraschung, doch leider blieben alle Angriffsversuche erfolglos und  es stand vorentscheidend 4 zu 2. Im letzten Kampf des Tages wollte Trainer Pajer bis 66 kg gegen Alexander von Horn, auch Bundesligakämpfer, eine schnelle Entscheidung. Sein Kontereinsatz wurde von Horn mit einer Sichel beantwortet und so entschieden die Kampfrichter für Braunschweig zum Endstand von 5:2.

Die Bremer waren dennoch nicht enttäuscht, denn sie boten eine klasse Leistung. Wenn beim nächsten Kampftag wieder Oliver Prenzel bis 73 kg und Fabian Conrad dabei sind und  Vartanjan in seiner 66 kg Gewichtsklasse startet, sind wir noch eine Klasse stärker. Die Bremer sind in der Regionalliga angekommen und dass mit fast nur Bremer Eigengewächsen. Das ist der stolze Weg der Zukunft, den wir hier beschreiten wollen. 

Andreas Pajer
Bremer Judoteam